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13 Jahre Boschmedia

21.10.2011 08:11

Jubel, Rückblick, Ausblick und ein paar kleine Anekdoten

13 Jahre Boschmedia Kommunikationsdesign Augsburg

Herrschaften, wer hätte das gedacht: jetzt schlägt's Dreizehn! Na das ist ja mal eine Zahl, da wird's mir gleich nostalgisch zumute:

„Es war einmal ein Druckvorlagenhersteller-Geselle, der sich auf die Suche nach Verdienstmöglichkeiten machte, um sein Studium zu finanzieren. Es ergab sich zu dieser Zeit, dass ein neues Ungeheuer im Land sein Unwesen trieb. Man nannte das noch junge Biest »Internet«....“

Ein bisschen Mut war schon nötig damals. Die Faszination für das neue Medium überwog aber und so ging's los mit „Boschmedia“.

13 Jahre - da muss ich mich schon mal loben - sind in dieser Branche eine stolze Leistung.
Vor 13 Jahren, was waren das für Rahmenbedingungen für Grafikdesigner?

Vorab die Frage: Wie wurde damals gestaltet? Die Post-Fotosatz-Ära war voll im Gange, mit DTP wurde alles gemacht, was plötzlich technisch möglich war. Bunt as bunt can und schnell noch mal einen Photoshop-Filter drüberlaufen lassen...
Typ(ograf)en wie David Carson und Neville Brody feierten Ihre größten Erfolge, bastelten Layouts, die nicht gelesen werden wollten und bereicherten die Welt mit unsäglichen Schrift-Gurken. Trotzdem haben sie das Grafikdesign damit weit nach vorne gebracht und die Diskussion über Ästhetik und „form follows function“ angefacht.

Macs waren teurer als heute und so leistungsfähig wie ein iPhone. Design: schön eckig, feinstes Plastik und farblich die komplette Palette von maus- bis nikotingrau. Ein großzügig dimensionierter RAM Baustein kostete so viel wie heute ein neuer Mac. Ach ja, der Chef von Apple hieß damals noch Gil Amelio – ein blutleerer BWLer – während Steve Jobs gerade dabei war, sein eigenes Süppchen zu kochen und das NEXT OS zu erfinden.

Mein erstes Analog-Modem hatte noch eine Datenrate von 56k, DSL 3000 ist 55 Mal schneller. Größere Uploads machte man damals lieber abends, das war billiger.
Weblayouts bestanden aus Tabellen, beigebracht hatte man sich das Programmieren autodidaktisch mit dem legendären Standardwerk SelfHTML. Das Programm, das der Profi als Programmierhilfe für Webseiten benutzte, war das Golive CyberStudio. Aufgekauft von Adobe 1999 und gestorben 2008.

Websites waren optimiert für 800 x 600 px. Bei den Farben versuchte man sich strikt auf die 256 Web-Farben zu beschränken, um psychedelische Farbverschiebungen auf noch (fast) farbenblinden PC-Systemen zu verhindern. Die Unterschiede bei den Browsern waren gigantisch. Wobei man schwerpunktmäßig auf den Netscape Navigator optimieren konnte, der den Markt fast völlig beherrschte.
Das blieb nicht lange so. Die „Browser Wars“ waren voll im Gange. Als deren Folge waren wir jahrelang gezwungen, unsere Seiten für den schlechtesten Browser aller Zeiten, den Internet Explorer, zu optimieren. Zum Glück spielen heute die Standards des wieder erstarkten W3C eine tragende Rolle und die lästigen Unterschiede zwischen den Browsern werden immer geringer. (Und der Explorer lebt leider immer noch.)

Das Biotop Internet kannte viele Spezies, die heute den Teich dominieren, noch nicht: Von Google hat noch keiner was geahnt und so was wie Facebook wäre damals wahrscheinlich noch verboten worden. Google Street View - völlig unmöglich. Youtube wäre aufgrund fehlender Bandbreite undenkbar gewesen und - hey - wer hätte sich schon gerne pixelige Filme am Computer angesehen? Ebay hieß noch „Flohmarkt“ und fand ausschließlich im echten Leben statt. Spam, also Dosenfleisch, gab's nur, wenn sonst nichts da war. Und wenn, dann nur ohne Spamfilter.
Apropos: E-Mail hat man aus Kostengründen nur dreimal am Tag abgerufen, dafür gab's noch richtig viele Faxe. Chatten war nur was für die ganz Spinnerten.

Ja, das waren lustige Zeiten. Über vieles, was uns im letzten Jahrzehnt an Neuerungen ereilt hat, bin ich froh, auch wenn wir einigen Dingen kritisch gegenüber stehen sollten. Sonst findet das Leben bald nur noch in der Cloud statt anstatt im der Crowd.

Wie dem auch sei: Ich möchte mich anlässlich des symbolträchtigen Jubiläums ganz herzlich bei allen Kunden für die tollen Projekte bedanken, die über die Jahre entstanden sind. Bei allen Kollegen für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und bei allen Freunden und der Familie für den Support und die vielen „Hausfrauentests“.

Mit einem optimistischen, mutigen und gespannten Blick nach vorne freue ich mich auf die nächsten 13 Jahre Arbeit in diesem schönen Beruf und verbleibe mit schönen Grüßen

Ihr und Euer Oliver Bosch.

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